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Xaver Paul Thoma
Paganini mit der Bratsche Op. 198 A/B (xpt)
Niccolò Paganini: SONATA per la Grand‘ Viola und CANTABILE
Einrichtung für Viola principale, Violine, Violoncello und Gitarre
| Komponist: | Niccolò Paganini (1782 – 1840) |
| Bearbeiter: | Xaver Paul Thoma (geb. 1953) |
| Titel: |
Paganini mit der Bratsche op. 198 A/B (xpt)
|
| Besetzung: | Viola principale, Violine, Violoncello und Gitarre |
| Vorwort: | Xaver Paul Thoma |
| Herausgeber: | Roland Heuer |
| Ausgabe Art: | Partitur und Stimmen |
| Ausgabe: | Erstausgabe / First Edition / Printed in Germany |
| Schwierigkeit: | anspruchsvoll |
| Veröffentlicht: | 2021 |
| Seitenzahl/Format: | 33 S. (Part.) / 23,1x 30,3 cm / geheftet |
| Sprache: | deutsch |
| Verlag: | IKURO Edition |
Vorwort zur Ausgabe von Xaver Paul Thoma
Xaver Xaver Paul Thoma, Opus 198 (xpt)
PAGANINI MIT DER BRATSCHE
Vorgeschichte und Entstehung dieser Paganini-Bearbeitung
Ein Zufall? Ganz sicher. Aber 1982 habe ich nicht geahnt, dass für das Jahr 2021 ein Zusammentreffen mit dem ungarischen Bratschisten Vidor Nagy und der »Sonata per la Grand‘ Viola und Orchester« von Niccolò Paganini schon vorprogrammiert war.
1982 gab es in Stuttgart ein Bratschenfestival über mehrere Tage, zu dem ich aus Norddeutschland angereist war, da zwei meiner Werke in Stuttgart zur Aufführung kommen sollten. Außerdem fand ein Sinfoniekonzert des Staatsorchesters in der Stuttgarter Liederhalle statt. Auf dem Programm stand die erst kurze Zeit vorher von Ulrich Drüner wiederveröffentlichte Paganini-Sonate für Viola und Orchester, die ich mit großem Interesse hörte. Solist war Vidor Nagy, der Dirigent war Dennis Russel Davies.
Viele Jahre später, im Sommer 2021, erreichte mich ein Telefonanruf des Bratschisten Vidor Nagy: Er würde gerne eben diese Paganini-Sonate (komponiert 1834 in London) wieder des Öfteren aufführen – allerdings ohne Begleitung durch ein großbesetztes Orchester. Ob ich mir vorstellen könnte, die Orchesterbegleitung (original mit Holz- und Blechbläsern, Streichern und Schlagwerk) für eine kleinere, kammermusikalische Besetzung, einzurichten?
Eine Bearbeitung für Streichorchester erschien mir dabei nicht reizvoll – die Streicher-Klangfarben in Verbindung mit der Solo-Bratsche erscheinen zu gleichförmig im Vergleich zur originalen Kompositionsweise des Paganini-Werkes. So kam mir die Kombination mit einem originalen Kammermusikwerk von Niccolò Paganini in den Sinn. Es gibt von Paganini 15 Quartette für die Besetzung »Violine, Viola, Violoncello und Gitarre«. Und im letzten, dem 15. Quartett in a-Moll, hat Paganini die Führung in die »Viola principale« gelegt – dies hat mich auf die Idee gebracht, die »Sonate« zu einem Kammermusikwerk in eben dieser Besetzung umzuformen.
Die originale Solostimme ist unverändert beibehalten. Als Vorlage diente die 1974 im Schott-Verlag im Druck erschienene Erstausgabe. Zu verdanken hat die Bratschisten-Welt diese Entdeckung und Veröffentlichung Ulrich Drüner, selbst Bratschist, aber auch Musikwissenschaftler, Buchautor und Betreiber eines Musik- Antiquariats. Als weitere Quellen standen mir Kopien der Handschriften des Komponisten zur Verfügung: Die Orchesterpartitur, eine separate Solostimme, sowie eine in den Orchestersatz integrierte Gitarrenstimme.
Mein Bestreben war es vor allem, das Werk zu einem kammermusikalischen Quartettsatz einzurichten, sodass ich da und dort eigenständige Wendungen hinzugefügt habe – immer auf Basis des Originals. Auch einige nachträglich geäußerte Wünsche des Auftraggebers Vidor Nagy zu kleinen Änderungen, flossen in einigen Takten in die nun vorliegende, gedruckte Version.
Wie schon erwähnt, ist dem Part der »Viola principale« meiner Quartett-Version unverändert die von Ulrich Drüner 1974 erstmals gedruckte Veröffentlichung zugrunde gelegt.
Für Hinweise auf die technische Ausführbarkeit einiger Passagen in der Viola- Stimme möchte ich – mit Erlaubnis des Autors – ein Zitat aus dem ausführlichen Vorwort Ulrich Drüners von 1974 einfügen:
»Da diese ‚Sonata‘ hier zum ersten Mal veröffentlicht wird, habe ich auf einen reinen Urtext Wert gelegt. Zusätze sind deshalb nur äußerst sparsam beigefügt. Da eine ‚technische Einrichtung‘ mit einem Urtext kaum zu vereinen ist, muß dies dem Spieler überlassen bleiben. Dies bezieht sich vor allem auf die Bogenstriche und das ‚Zurechtlegen‘ der extrem hohen Lagen, welche in den meisten Fällen durch Flageoletts (Harmoniques) gelöst werden müssen. Die eigentlich unsinnige Notationsweise im Minore (Hochoktavierung im Altschlüssel) scheint mir zu beweisen, daß einige 8va-Vorschriften zumindest erst später hinzugefügt wurden. Da manche Stellen auf einer normalen Bratsche ohnedies nicht besonders gut klingen, sollte man diese 8va-Zeichen nicht als unbedingt bindend, sondern eher als Vorschläge betrachten. Technische Veranlagung des Spielers und Klangqualität des Instruments sollten über die zu wählende Lage dieser Stellen entscheiden.«
[Ulrich Drüner]
Um die Möglichkeit zu einem stimmigen, reinen Paganini-Programm zu bekommen, habe ich noch das »Cantabile« (von Paganini für Violine und Klavier komponiert) für diese spezielle Quartett-Besetzung eingerichtet.
Xaver Paul Thoma, Kirchheim/Teck, im Oktober 2021
Bestell-Nr.:
IKURO 210705
Partitur und Stimmen (32,- € inkl. gesetzlicher MwSt.)
ISMN: 979-0-50317-164-2
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