Juliu Bertok (1951-2016)
„Wir sind Zauberer der Gefühlswelt und der Zauberstab: unser Violinbogen.“
Was macht ein junger Mensch, der schon früh lernt, dass das Einzige,worauf er sich verlassen kann, seine Violine ist ?
Der ungarnstämmige Juliu Bertok, geboren am 9.Mai 1951 in Baia Mare, (Rumänien), gestorben am 9. April 2016 in Abtsgmünd-Hohenstadt, Deutschland,
vertraut auf seinen Instinkt, sein Talent und nimmt seine Violine mit; überall!
Er studiert, entwickelt seinen unverwechselbaren Ton, wird Konzertmeister, Solist, Kammermusikpartner, unterrichtet junge Talente und entdeckt für sich die Komposition, in welcher er all seine Gefühle auszudrücken vermag , die er nicht in Wortes zu fassen bekommt.
Mit seiner Violine sprengt er geographische wie gesellschaftliche Grenzen, gelangt über Umwegen nach Deutschland und wieder ist es allein seine Violine, die ihm Trost, Mut, Kraft und Hoffnung geben kann, um wieder von vorne zu beginnen.
Rastlos sucht er ein Leben lang nach dem besten Ausdruck, dem schönsten Ton und bringt dabei so manche Geigenbauer an die Grenzen ihrer nervlichen Kapazitäten. Er entwickelt sich ständig weiter, bleibt dadurch offen für neue musikalische Einflüsse, die nach und nach in seine Kompositionen einfließen:
Es sind Lebensmomente in Töne verwandelt, die aus einem intensiven, vollen Leben erzählen.
Was bleibt, ist die Erinnerung an einen besonderen Menschen, an seinem unverwechselbaren Ton, seine Kompositionen, seine Violine.
