Johann August Just (1750- ca.1791)
Johann August Just (ca. 1750 – ca. 1791) war ein deutscher Komponist, Organist, Cembalist und Musikpädagoge der Frühklassik. Er ist heute nur noch einem kleinen Kreis von Spezialisten bekannt, spielte aber zu seiner Zeit eine wichtige Rolle als Komponist von Musik für Tasteninstrumente, insbesondere für das Cembalo und frühe Hammerklaviere.
Die genauen Lebensdaten des Pianisten und Komponisten Johann August Just sind nicht bekannt. Geboren wurde er um das Jahr 1750 in Gröningen bei Magdeburg, Deutschland. Verschiedene Quellenangaben berichten übereinstimmend, dass er Schüler des deutschen Musiktheoretikers und Komponisten Johann Phillip Kirnberger (1721-1783) gewesen sein soll. 1767 kam Just nach Den Haag, Niederlande, wo er seine Studien vermutlich bei dem niederländischen Komponisten Friedrich Schwindl (1737-1786) fortsetzte.
Zwei seiner Werke wurden nachweislich zwischen 1774 und 1783 in der Passionszeit im Rotterdamer Konzertsaal an der Bierstraat mehrfach aufgeführt: das „Te Deum a 4 voix“ sowie eine „Cantate spirituale“.
1783 (?) erhielt Johann August Just eine Anstellung am Hofe und trat in die Dienste der Prinzessin Wilhelmina von Preußen, der Gemahlin von Willem V., Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.
Just soll als einer der besten Pianisten seiner Zeit gegolten haben. Er wirkte bis zu seinem Tode als Klavierlehrer am Hof. Gestorben ist er in Den Haag, vermutlich im Jahr 1791.
